Sudoku ein internationales Projekt
Sudokus, jene mittlerweile äußerst populären Rätsel, sind jung, ihre Vorläufer jedoch kennt man seit Jahrhunderten. Als Vorläufer gelten nämlich jene so genannten magischen Quadrate, die man mit Buchstaben oder aber Zahlen füllt und die es bereits bei den Römern oder im alten China gab.
Man stelle sich etwa ein Quadrat vor, das so in Zeilen und Spalten eingeteilt ist, dass sich innerhalb des Quadrates weitere kleine Quadrate ergeben. In diese kleinen Quadrate kann man nun Zahlen schreiben, muss dabei aber Regeln beachten. Eine Regel kann sein: Die Summe der Zahlen, die in die Kästchen eingetragen wurden, muss in jeder Zeile und jeder Spalte dieselbe sein, wenn man die Zahlen der jeweiligen Zeile bzw. Spalte addiert. Ein Sudoku ist etwas anders aufgebaut und besitzt dennoch Ähnlichkeit mit den magischen Quadraten aus vergangener Zeit. Mehr darüber, wie ein Sudoku funktioniert, erfahren Sie in der Sudoku Anleitung auf dieser Seite.
Sudokus sind eine amerikanische Erfindung; als Erfinder gilt der US-Amerikaner Howard Garns, der ein erstes Sudoku bereits 1979 in einer Zeitschrift veröffentlichte.
Zwar griffen einige Zeitschriften in den USA diese Art des Rätsels auf, der große Durchbruch für das Sudoku kam aber erst in Japan. Hier veröffentlichte ein japanischer Verlag mit Namen Nikoli Rätsel diese Art des Rätsels erstmalig im Jahr 1984. „Suji wa dokushin ni kagiru“ hieß das Rätsel damals, was etwa soviel ausdrückte wie: „Jede Zahl muss einzig sein“. Aus diesem —zugegebenermaßen — etwas langen Namen des Rätsels entstand der Name Sudoku. Und die Japaner begannen, dieses Rätsel zu lieben.
Die Idee, ein Sudoku mithilfe einer Software zu entwickeln, verfolgte der Neuseeländer Wayne Gold sehr hartnäckig. Wie viele Tüftler verbrachte er Jahre damit, seine Idee umzusetzen. Im Jahr 2004 schenkte er sein realisiertes Projekt der englischen Zeitung „The Times“. Nun konnten Sudokus sehr schnell produziert werden, was den weltweiten Siegeszug dieses Rätsels beschleunigte. Zum Siegeszug trug auch die Tatsache bei, dass niemand das Urheberrecht für das Sudoku besitzt, sodass jeder, der wollte, Sudokus produzieren konnte. Die deutsche Internetseite Welt online der Zeitung „Die Welt“ hat im November 2007 einmal das Ergebnis einer Berechnung des Dresdner Informatikstudenten Bertram Felgenhauer veröffentlicht: Demnach sind insgesamt 6.670.903.752.021.072.936.960 Varianten des klassischen Sudokus möglich. Die Welt wird noch lange etwas von diesem Rätsel haben.


